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Win²Work: Neue App soll den Zugang zum österreichischen Arbeitsmarkt erleichtern

  • vor 5 Tagen
  • 2 Min. Lesezeit

Im Rahmen der laufenden Zusammenarbeit zwischen dem Safavi Impact Institute und dem Austrian Institute of Technology (AIT) präsentierte das Projektteam Anfang Juni die Ergebnisse der zweiten Entwicklungsphase des Projekts Win²Work. Im Mittelpunkt des Treffens mit Francesco R. Safavi stand die Vorstellung eines ersten funktionsfähigen Prototyps, der künftig Menschen mit Flucht- und Migrationserfahrung beim Zugang zum österreichischen Arbeitsmarkt unterstützen soll.


Win²Work wurde entwickelt, um einige der größten Herausforderungen beim Arbeitsmarkteinstieg zu adressieren: komplexe administrative Prozesse, die Anerkennung von Qualifikationen, den Umgang mit Dokumenten sowie die Suche nach passenden Stellenangeboten. Das Projekt basiert auf den Erkenntnissen aus Workshops, Interviews und Nutzerinnenbefragungen, die gemeinsam mit ukrainischen Frauen in Österreich durchgeführt wurden.


Der aktuelle Prototyp verbindet drei zentrale Funktionen in einer Anwendung. Herzstück ist eine digitale Wallet, in der persönliche Dokumente, Zeugnisse und Qualifikationsnachweise sicher gespeichert werden können. Ergänzt wird diese durch ein System zur automatisierten Analyse von Lebensläufen. Nach dem Hochladen eines CV erkennt die Anwendung relevante Kompetenzen, Berufserfahrung und Qualifikationen und bereitet diese Informationen für die weitere Verarbeitung auf.


Auf dieser Grundlage erfolgt das Job-Matching. Die identifizierten Kompetenzen werden mit aktuellen Stellenangeboten abgeglichen, die aus verschiedenen Jobplattformen zusammengeführt werden. Nutzerinnen erhalten dadurch gezielt jene Stellen vorgeschlagen, die zu ihrem beruflichen Profil passen. Ziel ist es, die oft zeitaufwendige Suche nach geeigneten Positionen zu vereinfachen und gleichzeitig die Chancen auf eine qualifikationsadäquate Beschäftigung zu erhöhen.


Ein weiterer Vorteil des Systems ist die zentrale Verwaltung wichtiger Dokumente. Qualifikationsnachweise, Zeugnisse oder andere Unterlagen müssen nicht mehr auf verschiedenen Plattformen oder Geräten gesucht werden, sondern stehen an einem Ort zur Verfügung und können bei Bedarf gezielt genutzt werden.


Die Entwicklung des Prototyps erfolgte in engem Austausch mit den Teilnehmerinnen des Safavi Impact Institute. In mehreren Workshops testeten ukrainische Frauen die Funktionen der Anwendung und brachten ihre Erfahrungen und Verbesserungsvorschläge ein. Dieses Feedback floss direkt in die Weiterentwicklung des Systems ein.


In der nächsten Projektphase sollen die Matching-Algorithmen weiter verbessert, zusätzliche Dokumenttypen integriert und die Benutzeroberfläche weiterentwickelt werden. Geplant sind außerdem mehrsprachige und mobile Anwendungen sowie KI-gestützte Empfehlungen zur Optimierung von Lebensläufen.


Für das Safavi Impact Institute ist Win²Work ein Beispiel dafür, wie digitale Innovationen konkrete Integrationshürden abbauen können. Ziel bleibt es, qualifizierten Menschen den Zugang zu passenden Beschäftigungsmöglichkeiten zu erleichtern und ihre vorhandenen Kompetenzen besser sichtbar zu machen.



 
 
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