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Ukrainische Ärztinnen und Ärzte erkunden Wiens pathologisch-anatomische Sammlung

  • 6. Mai
  • 1 Min. Lesezeit

Am 6. Mai besuchte eine Gruppe ukrainischer Ärztinnen und Ärzte vom Safavi Institut gemeinsam mit ihrer Kursleiterin Christiane Karl den Narrenturm im 9. Wiener Gemeindebezirk. Die Gruppe befindet sich derzeit mitten im Kurs Medizinisches Deutsch – und dieser Ausflug war gelebter Unterricht.


Der Narrenturm ist kein gewöhnliches Museum. 1784 von Kaiser Joseph II. als erste psychiatrische Anstalt Europas errichtet, beherbergt er heute die weltweit größte pathologisch-anatomische Sammlung mit rund 50.000 Exponaten – Präparate, Moulagen, Krankheitsbilder aus zwei Jahrhunderten Medizingeschichte. Die ehemaligen Patientenzellen sind heute Ausstellungsräume, die Architektur selbst erzählt.


Für die ukrainischen Ärztinnen und Ärzte – mit klinischer Erfahrung, aber noch im Aufbau ihrer deutschen Fachsprache – war der Besuch eine besondere Situation: plötzlich Befunde auf Deutsch beschreiben, nach Diagnosen suchen, diskutieren. Christiane Karl begleitete die Gruppe durch die Sammlung und nutzte die Exponate als unmittelbares Lehrmaterial.


Genau das ist der Anspruch des Safavi Instituts: Sprache nicht im luftleeren Raum, sondern dort lernen, wo sie gebraucht wird.



 
 

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